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Der Anfang liegt nun schon eine Weile zurück. Michael und Wolfgang entschieden sich bereits 1986 sich dem Thema der RhB und FO intensiver zu widmen. Das war bereits die Grundsteinlegung des gesamten Projektes.
1999
Mit dem Kauf eines grossen Grundstückes konnte Michael ein Konzept einer Anlage mit dem Kernthema der RhB Stammstrecke entwickelt. Eine Erweiterung mit einer FO Linie ab Disentis wurde ebenfalls von Anfang an mit eingeplant. Auch ein kurzer Streckenast der Arosa Bahn von Chur aus sollte irgendwann realisiert werden können. Hier wurde die Planung aber auf einen späteren Zeitpunkt verlegt.
2000
Im Jahr 2000 fiel dann der Startschuss. Doch bevor der eigentliche Bau beginnen konnte, mussten rund 30 Bäume gefällt und entfernt werden. Einige davon waren bereits 40 Jahre alt und entsprechend groß.
So konnte in diesem Jahr 2000 gerade mal ein Teil der Bahnhofsplatte Filisur fertig gestellt werden. Hier werkelten Michael und Wolfgang noch alleine.
Bilder 1999 / 2000
2001
Im Mai 2001 war es dann endgültig soweit und trieb uns regelrecht zum Akkord an. Schliesslich hatten wir uns bereits für August schon zu einem Tag der offen Tür überreden lassen. Wir wussten noch nicht, was wir hier los treten! Die Idee zum Bau dieser Anlage trug sich schnell herum und viele wollten wissen, wie eine Gartenbahn entsteht und vor allem, wie gebaut wird. Aber nicht nur Neugierige beäugten uns. Von dem Vorhaben begeistert schlossen sich uns dann auch die ersten Gartenbahner an. Die Interessengemeinschaft LGB Freunde Ith war damit geboren. Mit so viel “Man-Power” ging es schneller voran als geplant. Und wir haben es geschafft. Zu viert haben wir Tonne um Tonne Erde, Bauaushub, Sand, Splitt und Beton bewegt, damit am 20. August 2001 die ersten Räder rollen konnten. Die Anlage präsentierte sich noch recht traurig und sah sehr nach Baustelle aus. Den Gästen zum Gartenbahntreffen hat es trotzdem sehr gefallen und mancher war erstaunt, wie viel Material wir bewegt haben. Mit Fotos und Berichten hatten wir dies für unsere Gäste an der Anlage zudem eindrücklich dokumentiert. Das gab uns den Ansporn, entsprechend weiter zu machen!
Auch stellte sich schnell heraus, dass von der Planung bis zur Realisierung manchmal Welten liegen. Die Idee, die vorhandenen Geländegegebenheiten wie das Vorbild zu nutzen, mussten verworfen werden. Zu ungünstig war die Geländestruktur beschaffen und zu „klein“! Das Pflichtenheft sah maximale Steigungen von 2,5 cm/m vor. Das konnte bereits hinter Filisur schon nicht mehr eingehalten werden. Ein städtisches Regenabflussrohr, dass quer durch die Anlage geht, machte dies unmöglich. Wir konnten aber insgesamt eine max. Steigung von 3,5 cm/m einhalten. Eine weitere Ausnahme kam dann 2004 dazu. Der Abschnitt Bergün - Reichenau hat sogar 4 cm/m, was nicht zu vermeiden war! Ein Umstand, der uns heute Probleme bereitet. So sollte der minimalste Radius LGB R3 sein. Auch dies konnte nicht immer eingehalten werden. Der minimalste Radius ist somit 95 cm geworden und ist in einigen Tunnels versteckt! Kompromisse, mit denen wir aber leben können.
Bilder 2001
2002/2003
Im Jahr drei hatten wir somit eine Basis, auf die wir weiter aufbauen konnten. Nämlich die Strecke Filisur - Madulain - Susch - Disentis. Die Gleisanlagen wurden optimiert, der Hausanschluss fertig gestellt und die Strecke Filisur - Ilanz in Angriff genommen. Bei diesem Abschnitt mussten wir wegen des Hangdrucks 40 cm breit und bis über 1 m hoch die Trasse betonieren und das auf einer Länge von 25 m! Tunnels mussten noch erstellt oder geschlossen werden, die Stromversorgung verbessert werden (bisher gab es ja nur ein Provisorium) und vieles mehr. Die Felsen “wachsen” nicht vor Ort und werden extra für diese Anlage aus dem Harz heran gefahren. Über 10 Tonnen davon sind bislang verbaut worden. Inzwischen waren wir auch schon mehr als 10 Leute, die an der Anlage Hand angelegt haben.
Bilder 2002 ; Bilder 2003
2004
2004 hat die Anlage dann auch optisch dazu gewonnen. Viele hundert Bäumchen, verschiedene Gehölze und Zwerggewächse wurden gesetzt. Die Gleise wurden zum Teil erstmals eingeschottert, die ersten Weichen digitalisiert, Oberleitungsmasten und Signale gesetzt. Jetzt sieht das ganze schon recht ordentlich aus, wenn auch immer noch alles eine Baustelle ist und vieles fehlt. Auch die Strecke ist weiter gewachsen. Sollten doch bei der Veranstaltung die DR Fahrer mit ihrer mobilen Anlage auf unserer künftigen Strecke fahren können. Zu diesem Zweck wurde der Abschnitt Chur - Untervaz - Reichenau bereits fertig gestellt (Betonarbeiten). Gleichzeitig wurde auch der Abschnitt Ilanz - Bergün gebaut. Auch dieses Mal haben wir wieder alles rechtzeitig zum Treffen der LGB Freunde Süd Niedersachsen fertig stellen können.
Bilder 2004
2005
Anfang 2005 ist die Anlage bereits auf über 900 m² angewachsen. Über 600 m Gleise wurden inzwischen verlegt auf denen bis zu 15 Zuggarnituren unterwegs sein können. Ein Zug braucht bei vorbildlicher Geschwindigkeit über die gesamte Anlage hin und zurück rund 25 - 30 Minuten ohne Halt! Gefahren wird inzwischen bis Chur. Der Abschnitt der FO ab Disentis wurde in diesem Jahr ebenfalls in Angriff genommen (Betonarbeiten). Hinter Chur schliesst eine provisorische Kehrschleife den betrieblichen Kreis der RhB Strecke (für Veranstaltungen und Schautage einfach ein besseres Handling). So können wir uns allmählich an die weitere Feindetaillierung machen. Strassen, Häuser, Beleuchtungen und jede Menge Pflanzen sollen der Anlage ein realistisches Aussehen geben.
Bilder 2005
2006
Und das haben wir 2006 auch geschafft. Mehrere Hundert Pflanzen aller Art begrünen nun die neu gestalteten Flächen. Die Strassen mit Ihren Beleuchtungen wurden sowohl in Disentis - Gletsch, Susch, Madulain - Filisur - Chur, als auch bei Bergün und Reichenau angelegt. Die Gebäude sind inzwischen alle beleuchtet und meist digital zu- und abschaltbar. Einige Umbauten der Gleisanlagen wurden in Angriff genommen, um einen flüssigeren Betrieb abwickeln zu können. So weichen die Gleispläne zum Teil vom Vorbild wieder ab!
Bei der RhB hatte man viele Jahre ebenfalls schon mit den alten Gleisanlagen und Kreuzungslängen zu kämpfen. Daher wurden bereits viele Bahnhöfe und Stationen umgebaut (Disentis, Filisur ...). Wir befahren die Anlage heute mit mindestens 3 Fahrdienstleitern, bis zu 11 Fahrdienstleiter können aber derzeit insgesamt “beschäftigt” werden. Der Fahrspaß steht immer an oberster Stelle. Durch die unterschiedlichen Vorlieben der Einzelnen, wird nicht nur stupide gefahren, sondern rangiert, überholt, Verstärkungswagen bereitgestellt usw. Dadurch ergibt sich immer ein spannender und abwechslungsreicher Betrieb.
Bilder 2006
2007
Weitere neue Häuschen wurden in diesem Jahr aufgestellt und der Bahnhof Filisur hat gerade ganz frisch sein Bahnhofsgebäude erhalten. Der Aufbau der Oberleitung, weitere Strassenbeleuchtungen usw. werden weiter voran getrieben. Weitere Ausgestaltungselemente sind in Vorbereitung und die Arbeiten im Bereich des Landwasserviaduktes sind angelaufen. Das grösste Projekt in diesem Jahr ist das Hochgebirge zwischen Gletsch und Lax. Viele etliche Tonnen Gestein wurden aus dem Harz heran geschafft und zu einer gewaltigen Felswand aufgebaut. Der Zahnradabschnitt bis Lax konnte im August nach vier jähriger Bauzeit provisorisch dem Betrieb übergeben werden. Die Bahnhofsplatte Andermatt ist erstellt, damit wir die grossen Betonarbeiten allmählich beenden können. Auch die umgebende Landschaft hat nun Gestalt angenommen und kann nächstes Jahr bepflanzt werden. Der Bahnhof Chur hat eine umfassende Umbaumaßnahme über sich ergehen lassen müssen, damit wir den Betriebsablauf optimieren können.
Die Station “Untervaz” ist nun Geschichte. Die Station heisst jetzt Felsberg, passt von der Vorbildsituation her auch besser und wird vom Gleisbild bis zum nächsten Jahr angepasst.
Bilder 2007
2008
Der Bau eines neuen Sees unterhalb Chur wurde nun realisiert. Im Vordergrund stand in diesem Jahr, den sichtbaren Beton im Bereich Reichenau und Lax hinter Felsen verschwinden zu lassen. Die „Orte“ sollen nun mit „richtigen“ Strassen miteinander verbunden werden. Für ´08 waren es vor allem die Strassen von Chur nach Ilanz und weiter nach Bergün.
Wichtig für Besucher sind ordentliche Wege. Da die Anlage aber Anfangs nicht für Besucher konzipiert war, müssen nun im Nachhinein einige Wege deutlich verbreitert werden. Angefangen wurde hier zwischen Ilanz und Felsberg. Hier wurde der Weg von 80 cm Breite auf 1,20 mittels Holzweg verbreitert. Weitere Änderungen der Wege werden in den nächsten Jahren folgen.
Da es in diesem Jahr wieder Probleme in der Steuerung der Anlage gegeben hat, haben wir nun Kontakt mit Zimo aufgenommen. Da hier auf der Anlage das Netzwerk (Fahrpult und Modulkabel) auf über 200 Meter Länge kommt und bis zu 10 Fahrpulte daran hängen plus Funk, müssen Massnahmen zur besseren Stromversorgung ergriffen werden. Auch im Bereich der Gleisstromversorgung im Bereich Reichenau musste wegen der enormen Entfernung mittels Booster verbessert werden.
Weitere Änderungen des Jahres entnehmen Sie bitte unserem Baubericht.
Bilder 2008
2009
Vorrangig wird der Ausbau der Besucherweg voran getrieben. Teilweise muss ihr sogar die Trasse der Bahn angepasst werden. So werden wir den Bedürfnissen von Rollstuhlfahrern gerechter, die nun den unteren Bereich komplett einsehen können. Die Wege sind breit genug und es gibt auch keine Treppen mehr.
Der Ausbau der Technik ist ein weiterer wichtiger Punkt. Arbeiten und Verbesserungen, die keiner sieht aber notwendig sind. So wurden neue Weichendecoder eingebaut (6 Stck.), Booster für den Fahrstrom (1 Stck.), Booster für die Fahrpulte, sowie die Verkabelung der noch fehlenden Decoder vorbereitet. Um nur einige der Arbeiten zu nennen.
Des weiteren wurde nun endlich die Baustelle Landwasser in Angriff genommen. Zum 10 jährigen GaBa 2011 soll dieser Bereich fertig sein!
Kleiner Verbesserungen in den Schienensträngen und Ergänzungen der Gleisanlagen beschreiben dann die anderen “Grossbaustellen”. Im weiteren wurde an Details wie Bahnübergängen, Bahnsteigen und der Ausgestaltung gearbeitet.
Bilder 2009
2010
10 Jahre “Graubünden” können wir dieses Jahr schon feiern!
Wir haben uns bemüht, gerade im Bereich der Details zuzulegen. Grossbaustellen sollten nun abgeschlossen werden, Landschaftslücken ausgefüllt.
Der Bereich Chur wird uns noch ein Weilchen beschäftigen: Wenn möglich, wird der Bahnhof Chur (der gesamte Bereich) überdacht. Dies ist wichtig, da hier von der grossen Weide immer wieder Äste herabstürzen und so die Gleise, Oberleitungen und Häuser gefährden. Auch das ständig, selbst im Hochsommer, herabfallende Laub und die Hinterlassenschaften der Blattläuse, stören ständig den Betrieb.
Der technische Bereich wurde mit weiteren Weichendecodern ausgebaut. Mit immer neuen Weichenstrassen scheint dieser Ausbau nie enden zu wollen!
Im Bereich des Landwassers unterhalb von Filisur wird der Berg weiter aufgebaut. Am Ende soll er fast drei Meter hoch werden.
Der Ausbau des unteren Besucherweges ging voran und so ist er nun komplett Rollstuhl geeignet und überall auf 1 bis 1,20 Meter Breite ausgaut.
Bilder 2010
2011
Im Jubi - Jahr des GaBa Treffen Süd Niedersachsen, soll nun endlich der Landwasser Viadukt fertig werden. Unter Hochdruck wird daran bereits gearbeitet.
Auch landschaftliche Neuerungen sind geplant. Doch da wird noch nichts verraten!
Die Vervollständigung mit weiteren Gebäuden usw. wird voran getrieben und wird uns noch über Jahre beschäftigen.
Die Überdachung von Chur, auf dessen Notwendigkeit bereits hingewiesen wurde, ist mit dem letzten Winter noch einmal untermalt worden. Etliche Schäden bei Stürmen herabgestürzter Zweige kosten irgendwann mehr als dieses Dach....
Bei Fahrtagen zeigt sich immer wieder, wo noch Änderungen an den Gleisplänen erfolgen müssen. Nicht immer können wir am original Gleisplan festhalten, weil dieser nicht optimal auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Bilder 2011
- Die baulichen Veränderungen der Anlage werden in den Bauberichten entsprechend dokumentiert.
- Wie sich die Anlage optisch weiter entwickelt, stellen die Bilder in unserer Galerie eindrucksvoll dar.
- In der Rubrik Gleispläne kann die Streckenführung der Anlage nachvollzogen werden.
- Letztendlich kann der technikinteressierte im Bereich Technik u. Gestaltung erfahren, womit wir unsere Anlage steuern, welches Material zum Bau der Anlage zum Einsatz kam, welche Bepflanzung wir vorgenommen haben und einiges mehr.
- Unter Projekte geben wir auszugsweise einen Einblick über die geplanten bzw. durchgeführten Bauprojekte.
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